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Crises are not (yet) disasters

Um Krisen zu verstehen, müssen wir aber eigentlich nur eines wissen: Krisen sind wie Liebeskummer. Sie sind schmerzhaft, lehrreich und völlig normal. Und im Unterschied zu Katastrophen können wir sie nicht verhindern. Bis auf ein paar schwermütige Romantiker, mag wohl keiner von uns echten Liebeskummer. Es tut einfach weh. Kein Wunder also, dass wir nicht jubeln, wenn uns in den Nachrichten wieder einmal die nächste Krise angekündigt wird. Da nützt es nichts, dass uns immer wieder gesagt wird, dass jede Krise angeblich auch eine Chance ist. Aber schauen wir doch genauer hin! Ausgerechnet in den größten Krisen wird oft all das, was zuvor noch unmöglich erschien, mit einem Mal Realität. Krisen warnen uns nicht nur freundlich vor der nahenden Katastrophe, sie sorgen auch dafür, dass wir Neues ausprobieren und endlich wieder mal außerhalb des eigenen geistigen Hamsterrads dazulernen.

Aber, wäre es nicht besser, wenn wir Krisen schon verhindern, bevor sie unser Leben durcheinanderbringen? Sorry, das ist leider nicht möglich. Die unvorhersehbare und komplexe Dynamik in unserer modernen Welt mischt die Karten jeden Tag wieder aufs Neue. Durch Globalisierung und digitale Transformation dreht sich unsere Welt jeden Tag völlig unvorhersehbar weiter. Und das immer schneller. Kein Tag wird mehr so langsam sein wird wie heute, und welche Beschleunigung die aufkommende Artifical Intelligence noch mit sich bringen wird, ist kaum vorstellbar.

In einer komplexen Welt, die sich ständig und völlig unerwartet weiterdreht, sind unvorhersehbare Veränderungen, unbequeme Überraschungen und Krisen so normal wie der Umstand, dass ein reifer Apfel zu Boden fällt. Zum echten Problem wird die Krise erst dann, wenn wir bei ihrem plötzlichen Auftauchen den Kopf in den Sand stecken, stur an altbewährten Mustern festhalten und glauben, dass wir das, was wir schon immer gemacht haben, jetzt nur effizienter und besser machen müssen. Als berühmte letzte Worte sollte daher der Spruch „Es hat doch gestern noch funktioniert!“ einen besonderen Platz einnehmen. Das gilt insbesondere für fast 98 % aller Arten, die seit es Leben auf diesem Planeten gibt wieder verschwanden. Im Grunde war es beim Untergang jener Unternehmen, die mit ihrem VHS-Format in den 1980ern und 1990ern den Videomarkt beherrschten, auch nicht viel anders.

Augen zu, weitermachen und durch! Und schon schlittern wir von der Krise in kleine oder größere Katastrophen. Klingt doch irgendwie vertraut, oder? Es scheint fast, als wären wir engstirnige Wiederholungstäter, die stur und ohne das Geringste zu lernen, immer wieder gegen die Wand fahren und dabei jedes Mal glauben, die Wand löst sich in Luft auf, wenn wir nur schnell und effizient genug auf sie zurasen. Es geht daher nicht darum, die nächste Krise zu verhindern. Es geht darum, dass aus Krisen keine Katastrophen werden!

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